Österreich Rezession 2023 - 2025


Information gemäß WIFO (Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung):

Der bereits seit Anfang 2023 beobachtete Rückgang der Industrieproduktion im Euro-Raum strahlt weiterhin auf Österreich aus. Umfragen unter Industrieunternehmen lassen bislang noch keine Trendwende erkennen. Zudem belastet die angekündigte Zollerhöhung der USA auf Exportgüter der EU die Stimmung. Die Bau- und die Konsumnachfrage legen hingegen tendenziell zu. Die Inflationsrate erhöhte sich Anfang 2025 deutlich, wird jedoch im weiteren Jahresverlauf wieder sinken. Der Arbeitsmarkt erweist sich angesichts der Dauer und Schwere der Rezession als relativ robust, wenngleich die Arbeitslosigkeit auch 2025 steigen wird. Das WIFO prognostiziert für 2025 einen BIP-Rückgang von 0,3%. 2026 wird die österreichische Wirtschaft wieder Fahrt aufnehmen (+1,2%).

Ein wichtiger Faktor in der Rezession sind steigende Energiekosten:

Die Energiekosten in Österreich sind 2023 gestiegen, hatten 2024 eine Beruhigung, erlebten aber durch das Auslaufen der Strompreisbremse und erhöhte Abgaben (Netzentgelte, CO₂-Preis) ab Jänner 2025 einen deutlichen Anstieg, vor allem beim Strom, der wieder zum Haupttreiber der Inflation wurde, auch wenn sich Gas- und Heizölpreise teilweise stabilisiert hatten. Ein Anbieterwechsel und Vergleiche sind weiterhin ratsam, da die Preise 2025 hoch bleiben und künftig weiter steigen können.

Aktuell läuft ein EU-Defizitverfahren gegen Österreich, weil das Budgetdefizit 2024 und 2025 über den EU-Grenzwerten (3 % des BIP) liegt (4,7 % bzw. 4,5 %), was zu Spar- und Einnahmemaßnahmen zwingt, um Strafen zu vermeiden.

  • Grund: Österreichs Defizit lag 2024 bei 4,7 % und soll 2025 bei 4,5 % bleiben, was die 3 %-Grenze der EU-Maastricht-Kriterien überschreitet.

  • Ziel: Gemeinsam mit der EU einen Plan zur Reduzierung des Defizits auf unter 3 % des BIP erstellen, um aus dem Verfahren herauszukommen.

  • Maßnahmen: Einsparungen bei Ausgaben (ca. 2/3) und Erhöhung der Einnahmen (ca. 1/3), um 6,4 Mrd. € (2025) bzw. 8,7 Mrd. € (2026) zu konsolidieren.

  • Sanktionen: Bei Nichteinhaltung drohen finanzielle Strafen, die 0,05 % des BIP halbjährlich betragen könnten. 

Auf Grund der oben angeführten Fakten steigen die Konkurse der Unternehmen. Zahlen sind von Statistik Austria:

In 2023: 5338 Fälle. In 2024: 6545 Fälle. In 2025: 6857 Fälle.

Paradox ist, dass in diesen Jahren der Rezession einige große Unternehmen in Österreich noch immer sehr hohe Nettogewinne machen. Hier sind einige Beispiele.

REWE Österreich Nettogewinn 2024: Euro 21.314.943,00 (Vorjahr 2023: Euro 18.257.000,00)

Interspar Österreich Nettogewinn 2024: Euro 119.487.324,00 (Vorjahr 2023: Euro 96.714.000,00)

OMV Nettogewinn 2024: Euro 2.024.000.000,00 (Vorjahr 2023: Euro 1.917.000.000,00)

Verbund Österreich Nettogewinn: Euro 2.139.704.000,00 (Vorjahr 2023: Euro 2.732.130.000,00)

Supermärkte, wie zum Beispiel REWE und Interspar rechtfertigen steigende Preise mit steigenden Energiekosten, während Energieunternehmen, wie OMV oder Verbund Österreich noch immer viele Euromillionen Profite machen. Die Republik Österreich hat 51 % Anteile am Verbund Österreich. Dieser Anteil ist verfassungsrechtlich festgeschrieben.

Österreichs Bundeskanzler Dr. Christian Stocker (ÖVP) verkündete stolz Ende 2025 ein 500-Millionen-Euro-Paket zur Senkung der Energiekosten für 2026 an, finanziert durch Gewinne vom Staatsunternehmen wie dem Verbund Österreich. Dieses „Geschenk“ kommt für tausende Unternehmen zu spät. Seit dem Jahr 2020 kamen die österreichischen Kanzler im von der ÖVP. Warum wurden die steigenden Energiekosten, welche ein wichtigen Faktor in der Wirtschaftskrise war, nicht schon früher gesenkt?

Christliche Gebote, wie „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst“ haben in der heutigen Wirtschaft keinen Platz.
Es scheint eher ein Gebot, wie „Liebe dich zuerst und nutze andere zu diesem Zweck aus“.