Österreich + Covid 19 von 2020 bis 2025


Die Gesamtausgaben der Republik Österreich im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie belaufen sich für den Zeitraum von Beginn 2020 bis Ende 2024 auf rund 46,6 Milliarden Euro. Die Ausgaben umfassen Wirtschaftshilfen, Gesundheitsmaßnahmen (Tests, Impfungen) und Kurzarbeit. 

Hier sind die Details zu den Ausgaben 2020–2025:

  • Gesamtbilanz (März 2020 – Ende 2024):

    Die pandemiebedingten Auszahlungen des Bundes betrugen bis Ende 2024 etwa 46,6 Mrd. Euro.

  • Gesundheitsbereich (2020–2025):

    Laut einem Bericht vom April 2025 betragen die Gesamtausgaben des Gesundheitsministeriums für Corona-Maßnahmen (wie Tests und Impfungen) von Beginn 2020 bis April 2025 rund 11,46 Mrd. Euro.

  • Hauptposten der Pandemie:

  • Tests: Mit 5,18 Mrd. Euro bilden die Testungen den größten Posten im Gesundheitsbereich.

  • Wirtschaftshilfen: Bis Ende 2024 erhielten Unternehmen im Rahmen der Corona-Hilfen ca. 41,7 Milliarden Euro.

  • Entwicklung 2024-2025: Während die Corona-Hilfen zum Jahresende 2024 weitgehend ausliefen, wurden im Gesundheitswesen auch 2025 noch Restkosten aus dem Pandemie-Fonds verzeichnet. 

Gesamtkosten-Schätzung:
Verschiedene Anfragen im Parlament nannten Gesamtkosten der Pandemie inklusive Folgewirkungen von bis zu 175 Mrd. Euro (Stand 2024/2025). Diese Zahl umfasst direkte Budgethilfen sowie Einnahmenausfälle, Steuerstundungen und gesamtwirtschaftliche Auswirkungen. 

Gesamtkosten Corona-Impfungen

Von Beginn der Pandemie 2020 bis Anfang 2025 beliefen sich auf rund 1,77 Milliarden Euro

Diese Ausgaben sind Teil der gesamten gesundheitspolitischen Bewältigung der Pandemie, die laut einem Bericht des Gesundheitsministeriums aus dem April 2025 insgesamt rund 11,46 Milliarden Euro betrug. 


Wichtige Eckdaten zu den Impfkosten und der Beschaffung (2020–2025):

  • Gesamtkosten Impfungen: ca. 1,77 Mrd. €.

  • Beschaffung: Österreich rief bisher rund 62,1 Millionen Impfstoffdosen aus den EU-Verträgen ab.

  • Entsorgung: Aufgrund geringerer Nachfrage mussten Impfdosen im Wert von etwa 500 Millionen Euro entsorgt werden.

  • Laufende Kosten 2025: Trotz der sinkenden Bedeutung der Pandemie wurden auch für 2025 noch Impfdosen im Rahmen der langfristigen Verträge bezogen (1,5 Millionen Dosen), wobei Lieferverpflichtungen teilweise auf 2026 verschoben wurden.

  • Kostenstruktur: Neben dem Impfstoff selbst umfassen die Kosten auch die Logistik, Impfhonorar (z.B. 16 Euro pro Impfung beim Arzt) und die Verwaltung. 

  • Preis pro Dosis: Die Preise variierten je nach Hersteller (laut EU-Preisliste ca. 1,78 € für AstraZeneca bis über 14 € für Moderna). Die Neuverhandlungen mit BioNTech-Pfizer (Reduzierung um 4,9 Mio. Dosen) zielten darauf ab, die Kosten zu senken, jedoch blieben Lieferverpflichtungen bis 2025 bestehen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die 62,1 Millionen Dosen mehrere hundert Millionen Euro, kombiniert mit hohen Entsorgungskosten (ca. 500 Mio. €), kosteten, was die Gesamtrechnung für die Impfstoffbeschaffung in den hohen dreistelligen Millionenbereich oder darüber bringt.

Rechtfertigung der Regierung zu Corona Maßnahmen

Statement von Bundeskanzler Nehammer am 31.12.2023:

"Die Pandemie war für die Österreicherinnen und Österreicher eine mehr als harte Zeit, alle waren gleichermaßen betroffen und herausgefordert. Im Frühjahr dieses Jahres habe ich angekündigt, dass es wichtig und notwendig ist, die Folgen der Pandemie, vor allem auch gesellschaftspolitisch und wissenschaftlich, zu untersuchen, um dann aus diesen Erkenntnissen heraus die richtigen Schlüsse ziehen zu können. Ich darf Ihnen heute die Studie der Akademie der Wissenschaften präsentieren", sagte Bundeskanzler Karl Nehammer bei der Präsentation der Ergebnisse des Corona-Aufarbeitungsprozesses im Bundeskanzleramt. Neben dem Kanzler nahmen Bildungsminister Martin Polaschek, Generaldirektorin für die öffentliche Gesundheit Katharina Rauch und Alexander Bogner von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) an der Pressekonferenz teil.

"In einer Studie geht es um die Aufarbeitung von Prozessen: Was ist gut gelaufen? Was ist falsch gelaufen? Welche Fehler sind passiert?", so Nehammer. Die Antwort, die er darauf gebe, sei: "Dort, wo gearbeitet wird, passieren Fehler. Nur wenn nicht gearbeitet wird, passieren keine und das alleine ist dann schon ein Fehler", so der Kanzler. Entscheidend sei, dass etwaige Fehler analysiert und aus diesen gelernt werde, um sie in Zukunft zu vermeiden. Diese Analysen fänden im Nachhinein statt. Im Zuge der Pandemie haben man Entscheidungen treffen müssen ohne das Wissen, das man heute habe. Es sei ihm daher persönlich wichtig festzuhalten, dass es immer das Ziel gewesen sei, das Virus zu bekämpfen und nicht Mensch gegen Mensch auszuspielen. Auch das sei im gesellschaftlichen Diskurs danach untergegangen.

Wichtig sei ihm auch voranzustellen, dass alle Maßnahmen der Bundesregierung oder der Gesundheitsbehörden eines der hehrsten Motive als Grundlage hatten: "Nämlich Menschenleben zu retten. Das Motiv rechtfertigt nicht die Fehler, die passiert sind, aber es erklärt, warum sie passiert sind", hielt der Bundeskanzler fest. Selbst die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler konnten nur auf der Basis des aktuellen Wissensstandes Empfehlungen aussprechen.

Der sozialwissenschaftliche Bericht der Akademie der Wissenschaften gebe nun die Möglichkeit, genau hinzuschauen, was gut, was schlecht gelaufen sei und was man in Zukunft daraus lernen könne, so der Kanzler. "Richtig war, dass wir alles getan haben, um so viele Menschenleben wie möglich zu retten. Richtig war auch, dass wir durch unterschiedlichste Maßnahmen versucht haben, die Spitäler und insbesondere die Intensivstationen vor dem Kollaps zu bewahren und Kapazitäten für lebensnotwendige Operationen zu schaffen, die trotz der Pandemie durchgeführt werden mussten. Richtig war auch, alles zu tun, dass die kritische Infrastruktur in unserem Land nicht zusammengebrochen ist. Es ist uns gelungen, das abzuwehren."

Dennoch würde man mit dem Wissen von heute vieles anders machen. "Als politisch Verantwortlicher muss man seine Worte mit viel mehr Bedacht wählen, wenn wir uns an die Öffentlichkeit wenden. Mit dem Wissen von heute werden wir in Zukunft alles daransetzen, dass eine Spaltung der Gesellschaft, so nicht mehr stattfinden soll. Was es dafür braucht, um eine Spaltung auch wieder zu heilen ist, beide Seiten, Maßnahmengegner und Maßnahmenbefürworter, mitzudenken. Wir müssen gemeinsam in diesen Diskurs eintreten", betonte der Bundeskanzler. Bei einschneidenden Maßnahmen brauche es ein Höchstmaß an Transparenz und Nachvollziehbarkeit, warum gewisse Maßnahmen gesetzt werden. Es seien aufgrund des Geschwindigkeitsdrucks und der Flexibilität des Virus mit Sicherheit Fehler passiert. "Wir haben dann zu wenig darauf geachtet, die Menschen auf diesem Weg mitzunehmen und zu erklären, warum wir gewisse Maßnahmen gesetzt haben", sagte Nehammer. Transparenz und Nachvollziehbarkeit müsse man in Zukunft in der Kommunikation, insbesondere in der Krisenkommunikation, neu denken.

Der Bericht beschäftige sich auch mit der Rolle der Medien und der Parteien. Auch hier sei festzustellen, dass in einer Pandemie und bei der Pandemiebekämpfung nur gemeinsam diese große Herausforderung tatsächlich zu stemmen sei. "Jeder trägt in seiner Rolle Verantwortung", betonte der Kanzler.

Darüber hinaus waren an dem Bericht nicht nur Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beteiligt, sondern es wurden auch Österreicherinnen und Österreicher und Menschen, die in Österreich leben, durch ein Auswahlverfahren miteinbezogen und in Fokusgruppen interviewt. Dabei waren von Impfbefürwortern zu Impfgegnern alle vertreten und konnten dazu Stellung nehmen, wie die Pandemiebekämpfung wahrgenommen und was aus dieser Zeit mitgenommen wurde.“

Fazit:

Viele Österreicher/Innen sehen die Motivation und Maßnahmen anders, als Bundeskanzler Nehammer. Viele Menschen, auch aus dem ärztlichen und wissenschaftlichem Bereich, welche andere Ansichten als die damalige Regierung hatten, wurde diskriminiert und verurteilt. Unrechtmäßige Lockdowns wurden veranlasst. Die Gesellschaft wurde gespalten in Geimpfte und Ungeimpfte.


Vergleich Österreich mit Schweden

Der Vergleich der Corona-Maßnahmen zwischen Schweden und Österreich während der Pandemie (ca. 2020–2022) gilt als einer der markantesten Gegensätze in Europa, wobei beide Länder mittlerweile zu einer endemischen Normalität übergegangen sind (Stand 2024/2025).

Hauptunterschiede in der Pandemie (2020–2022):

  • Schweden (Der liberale Sonderweg):

    • Keine harten Lockdowns: Schulen (unter 16), Restaurants, Fitnessstudios und Geschäfte blieben weitgehend offen.

    • Freiwilligkeit & Eigenverantwortung: Maßnahmen basierten auf Empfehlungen (Abstand halten, Homeoffice), nicht auf Verboten.

    • Masken: Es gab lange Zeit keine Maskenpflicht, selbst in Stoßzeiten.

    • Strategie: Ziel war es, die Pandemie zu verlangsamen, aber nicht das öffentliche Leben zu stoppen.

    • Schutz älterer Menschen: Fokus lag auf dem Schutz von Pflegeheimen, was jedoch zu Beginn nur teilweise gelang.

  • Österreich (Der restriktive Weg):

    • Harte Lockdowns: Mehrfache, strenge Ausgangsbeschränkungen, Schließung von Schulen, Gastronomie und Handel.

    • Verpflichtende Maßnahmen: Maskenpflicht (FFP2), 3G/2G-Regeln (geimpft, genesen, getestet) für den Zutritt zu vielen Bereichen.

    • Strategie: Strengere Maßnahmen mit dem Ziel der schnellen Eindämmung (Zero-Covid-Ansätze in frühen Phasen). 

Vergleich der Auswirkungen:

  • Wirtschaft: Schwedens Wirtschaft war laut Studien im EU-Vergleich am wenigsten von Corona betroffen. Trotzdem gab es auch in Schweden durch freiwilliges Distancing einen Rückgang des Konsums, ähnlich wie in Dänemark.

  • Gesundheit & Mortalität: Die Übersterblichkeit in Österreich (ca. 226/100.000) war während der Hochphase der Pandemie höher als in Schweden (ca. 126/100.000).

  • Bewertung: Ein Bericht der schwedischen Kommission stellte fest, dass der Verzicht auf Lockdowns im Großen und Ganzen richtig war, aber zu Beginn zu wenig Schutz für Ältere bot. 

Aktuelle Situation (2024–2025):

Beide Länder haben sämtliche Maßnahmen aufgehoben. Die Einreise ist uneingeschränkt möglich, und COVID-19 wird als endemische Krankheit behandelt. 

Fazit: Schweden setzte auf Vertrauen und Eigenverantwortung, Österreich auf staatliche Verordnungen und strenge Regeln.